rush wrote:
Ich spiele viel mit AMX-Machinecannon Transportern und dazugehöriger Infanterie.
Diese "stürmen" (Maschinenkanonen sind nur auf kurze Distanz effektiv) die gegnerische Basis zu Beginn des Spiels während meine Basis gesichert wird und schweres Geschütz nachgefordert wird.
Jeder Dritte ist dann entsetzt und legt mit seinen Beschimpfungen im grossen Stil los - von wegen hirnlos, Spielverderber usw.
Bin einer Meinung, alles was die Spielmechnaik hergibt ist legitim. Diese Spam-Kommentare sind ein Unding und beweißt, dass sich derjenige nicht mit militärischen Taktiken auseinandergesetzt hat. Sprich: Im Krieg ist alles erlaubt wenn es zum Ziel/Sieg führt. Ob der Stil gut oder schlecht ist ist eine andere Frage.
Im WK2 gab es bei den Sowjets Strafbattallione bei denen Maschinengewehrnester im Rücken positioniert waren. Die Devise lautete: Sieg oder Tod.
Die Doktrin von Kommando&Kontrolle bei den Sowjets ist seit jeher sehr streng. Es wurde einem Offizier befohlen greife mit allem was du hast Position xy an, und komm erst wieder wenn du erfolgreich bist. Bei versagen war das Mildeste eine Degradierung.
Klar, bei der NATO sieht der Sachverhalt ganz anders aus.
rush wrote:
Jeder der meinen Ansturm überlebt kann dann in der zweiten Phase "Positionsspiel" mit weniger Ressourcen beginnen.
Rush insb. der Heli Rush bzw. ein Rush mit nur einer Einheitensorte ist immer ein All-in. Entweder es klappt oder epic fail.
rush wrote:
Kurzum: Hört endlich auf "rushen" als schlecht zu bezeichnen, es ist einfach eine mögliche Spieltaktik und ein guter Spieler muss auch eine solchte Attacke parieren können.
Wer meint ich sehe das falsch darf mir gerne sachlich begründet antworten, weshalb ein Ansturm zu Beginn hirnlos usw. sein soll...
Sicher ist ein Rush mit nur einer Einheitensorte (z.B. T-55 Rush) nicht sehr realistisch, es wurde in der Neuzeit immer auf Kombination der Waffengattungen wert gelegt. Ein Panzerkompanie hat immer ein paar mot. Infanteristen mt dabei.
Wenn jemand verliert kommen halt die Spam-Kommentare, das ist nunmal so. Aggresives spielen ist nicht Hirnlos, es überfordert oft den Gegner. Und die meisten bei WEE versuchen sich im Wald zu verstecken, irgendwelche SpecialForces mit Helis abzusetzen oder mit Spähern CVs abzufarmen. Agressives Gameplay passt denen nicht ins Konzept.
ThorFB wrote:
Des weiteren ist dieses Spiel von Realismus geprägt und dieses Rushen hat damit wenig bis nichts zu tun.
Man sollte mal Allgemein Offensive, agressives Vorgehen und Rush definieren bzw. voneinander abgrenzen. Campen ist z.B. seit dem WK1 unrealistisch und wird allzuoft in WEE fabriziert.
ThorFB wrote:
Meine Persönliche Meinung: wer das so machen will, bitte macht es so, was mich dann aber auch ankotzt ist, dass die meisten tollen Rusher, wenn dieser nicht gelingt, das Spiel verlassen und man nun aus z.b. 2v2 (was man eigentlich spielen wollte) ein 2v1 wird, oft ist es dann so, dass kurz später der nun alleine Spielende auch aufgibt weil er keine Chance mehr sieht.
Wie ich schon in meinen Thread "MP-Verhalten" anmerkte sind Teamgefechte auf Kommunikation aufgebaut, wenn einer sein eigenes Ding dreht ist das Match so gut wie verloren.
Letztes Match auch wieder jemand gehabt. War ein 4v4. Wir waren uns einig zuerst Defensiv zu sein und den Gegner mit Artillerie aus der Reserve zu locken. Einer meinte dann ein Inf rush zu veranstalten. Klar, das dass in die Hose ging. Er quitette uns dann war es ein 3v4.
wuzzap wrote:
Die meisten Rusher, die mir bisher untergekommen sind, gingen davon aus, mit ihrem Angriff direkt zu gewinnen/verlieren und bereiten sich daher logischerweise nicht auf ein langes Spiel vor
-> nur ein Command (und meistens auch das Fob vom Start verkauft).
Auch die Vorgehensweise dieser Leute hat nicht viel taktisches an sich: Einfach mal ans andere Ende der Map fahren lassen und sehen, was sich dort zerstören lässt.
Inwiefern man das ganze nun als wohl überlegt und strategisch klug bezeichnen möchte, überlasse ich jedem selbst.
Eine Spielart, die mir hingegen besser gefällt, ist der "Rush" bzw. eher das sofortige Einnehmen des Großteils der Sektoren (auch die nahe der feindl. Startbasis), um dort dann die Kämpfe hinzutragen
-> viele Commands für ein langes Spiel, das man durch mehr reincorcement gewinnt
Ich verkaufe mein FOB auch meistens. Mir reicht es weiteres Supply im Spielverlauf anzufordern. Die meisten Spiele dauern eh um die 20 min. Und bis dahin sollten genug Zonen besetzt sein um genug Support anzufordern.
Ich spiele auch oft agressiv, nur bei mir heißt das "Bewegung bis zum Kontakt".
Solange es ein durchdachtes Einheitenmix ist und kein T-55 gespamme ist es für mich taktisch sinvoll.
Was nützen dir 3 CVs, wenn dich dein Gegner überollt?